Golfregeln
Wie jede andere Sportart verfügt auch Golf über ein durchaus komplexes Regelwerk, auf dessen Grundlage nicht nur das Spiel, sondern auch das harmonische sportliche Miteinander der Aktiven sichergestellt ist.
Die Golfregeln zu erlernen ist die Basis für das erfolgreiche Betreiben des Golfsports. Im Internet finden Sie eine Reihe von interessanten Seiten, wo Sie sich über die Golfregeln informieren können.
Die Regeln für den Golfsport sind weltweit einheitlich und werden gemeinsam von der amerikanischen United States Golf Association (USGA) und dem schottischen Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews (R&A) gepflegt. Das umfassende Regelwerk wird in jedem Jahr vor allem durch die Dokumentation der Schlichtung von Streitfällen, die sich bei der Regelauslegung auf den individuell gestalteten Golfanlagen ergeben, ergänzt. Die R&A und die USGA werden bei strittigen Regelauslegungen international als höchste Instanz anerkannt.
Grundsätzlich soll beim Golfspiel der Spielball mit einem Golfschläger mit möglichst wenigen Schlägen eingelocht werden. Dabei müssen die speziellen Hindernisse der bespielten Golfanlage überwunden werden. Auf jeder Golfbahn wird der Spielball zunächst vom Abschlag aus gespielt. Ein standardisierter Golfplatz verfügt über neuen oder achtzehn Spielbahnen, die entsprechend der Topgraphie der Golfanlage gestaltet ist und bis mehrere Tausend Metern lang sein kann. Nach dem Verlust eines Balls kann mit einem neuen Ball das Spiel wieder aufgenommen werden. Der Score bezeichnet die Summe der auf der Bahn vorgenommenen Schläge und wird für jedes Loch auf der Scorekarte notiert.
Für jede Golfbahn wird ein so genanntes Par festgelegt, das die Mindestanzahl an Schlägen definiert, die ein sehr guter Golfspieler theoretisch benötigt, um den Ball auf der vorliegenden Bahn einzulochen. Je nach Gestaltung der Bahn wird ihr ein bestimmter Schwierigkeitsgrad zugewiesen. Je höher der Schwierigkeitsgrad, das Slope Rating, desto höher ist das Par, das ein Spitzengolfer, ein Scratch-Golfer, spielt. Im Anschluss an die verschiedenen Hindernisse der Bahn, die Wasserflächen, der Bunker, die Hügel, befindet sich eine Rasenfläche, das Green, auf dem mindestens zwei Golfschläge, zwei Putts, ausgeführt werden müssen. Eine 18 Bahnen umfassende Golfanlage kann von einem ausgezeichneten Spieler mit 72 Par gespielt werden. Eine normale Golfanlage kann mehrere Par-3-, Par-4- und Par-5-Löcher aufweisen. Die Qualität eines Spielers hängt davon ab, mit wie viel Schlägern er den Ball auf einer Bahn einlochen kann. Benötigt er dafür nur einen einzigen Schlag, hat er ein Ass gespielt. Die Golfregeln halten dafür eine Reihe von Fachausdrücken bereit. Spielt ein Golfer beispielsweise drei Schläge über Par, ist ihm nur ein Triple Bogey gelungen.
Ein wichtiger Bestandteil der Golfregeln sind die beiden un-terschiedlichen Zählweisen bei Wettkämpfen. Spielen nur zwei Golfer gegeneinander, kommt das Lochspiel zu Geltung. Wer von den beiden auf einer Bahn weniger Putts zum Einlochen des Golfballs benötigt, hat die Bahn gewonnen. Sieger ist, wer nach dem Durchspielen der Golfanlage die meisten Bahnen gewonnen hat. Das Zählspiel kommt bei einem Turnier mit mehreren Teilnehmern zu Anwendung. Dabei addiert jeder Golfer die Scores, die er auf den einzelnen bespielten Bahnen erzielt hat, zu einer Gesamtsumme. Wer am Ende des Wettbewerbs die niedrigste Score-Summe aufweist, ist Sieger.
Nach den Golfregeln kann ein Spieler bis zu 14 Golfschläger auf seine Golfrunde mitnehmen. Die Schläger unterscheiden sich durch Länge, Loft, Bauform und durch das Material. Für den Abschlag und die weiten Schläge (ab etwa 140 m) auf dem Fairway werden sog. Hölzer eingesetzt. Diese Golfschläger sind die längsten Schläger und haben den größten Schlägerkopf, der innen hohl. Die Golfschläger sind trotz des Namens heute nicht mehr aus Holz. Eisen sind die am flexibelsten einsetzbaren Golfschläger. Es ist durchaus möglich, eine Golfrunde nur mit einem halben Satz Eisen zu bestreiten. Für die kurzen Schläge rund um das Grün oder für sehr schwierige Lagen (Bunker, hohes Gras) werden die Wedges benutzt. Diese Schläger ähneln den Eisen, sind aber kürzer und haben mehr Loft. Zum Einlochen des Balles auf dem Grün wird der Putter benutzt. Das Spielen mit diesem Golfschläger wird "Putten" genannt. Der Ball fliegt dabei nicht durch die Luft wie bei den anderen Schlägern, sondern rollt über das Grün.